Dreckiger Arbeitssieg

U19 hadert beim 13:6 über Hanau mit sich selbst und den Schiedsrichtern

„Es gibt Regeln, es gibt Regelauslegungen und wir haben Teamregeln. Auch ich kann so einige Flaggen meiner Schiedsrichterkollegen, auch nach dem Videostudium, nicht ganz nachvollziehen.“ so ein sichtlich entspannterer Headcoach Christian Freund am Sonntagmorgen. War er doch beim 13:6 Sieg seiner Mannschaft während und nach dem Spiel etwas aufgebrachter über die Leistung von zwei Teams auf dem Feld.

Das eine war sein eigenes: Erneut benötigte man viel zu lange um ins Spiel zu kommen, leistete sich in der ersten Angriffsserie gleich eine Interception und brachte sich auf beiden Seiten des Balles durch Unkonzentriertheit selbst in Bedrängnis. So waren es auch die Gäste die mit Beginn des zweiten Spielabschnittes durch Marvin Heck mit 6:0 in Führung gehen konnten. Allerdings antwortete die Offense im direkten Gegenzug und Running Back Tobias Faulhaber vollstreckte aus 2 Yards Entfernung.

Überwiegend spielten die Defense Reihen und so sahen die Zuschauer sowohl im ersten, als auch dritten Spielabschnitt keine Punkte. Highlight im dritten Quarter für die Phantoms war die Interception von Defense Lineman Ismail Afhakama, der nicht nur den Pass des Hanauer Quarterbacks abfälschte, sondern dann auch noch abfing. Allerdings konnte die Offense bei guter Feldposition kein Kapital aus der Situation schlagen. Unnötige Strafen ließen den Drive im Keim ersticken.

Erst in den letzten zwei Minuten des Spieles besann man sich auf Seiten der Phantoms auf seine Stärke und es war erneut Tobias Faulhaber mit der Rückennummer 13 der für seine Farben punktete. Nicht ganz 13, sondern nur 12 steuerte er bei, den verbleibenden Punkt erzielte Kicker Mark Hood mit dem Zusatzpunkt.

Vincent Gabel Martinez beendete dann die letzten Angriffsbemühungen der Hornets mit der zweiten Interception für Wiesbaden und man musste nur noch die Uhr auslaufen lassen.

„Nur sechs Punkte zugelassen, das macht mich schon ein bisschen Stolz.“ so Holger Hasenöhrl, den den im Familienurlaub weilenden Defense Coordinator Manuel Tepper würdig vertrat. „Vielleicht waren wir zu aggressiv, aber wir wussten: bekommt Hanaus Quarterback Druck wirft er ungenau und wir haben nur 12 Rush Yards zugelassen.“

Der Fokus der Mannschaft liegt nun auf dem Rückspiel im Saarland. Die Hurricanes verloren ihre Verfolgerposition an die Darmstadt Diamonds. Ein weiterer Sieg und ein erneutes Heimspiel in den Play-Offs wäre für Wiesbaden zum Greifen nah. Das Spiel findet am 17. Juni auf dem Matzenberg in Saarbrücken statt.