Hohe Hürde bei Vizemeister Adler

U19 der Wiesbaden Phantoms reist zum Viertelfinale nach Berlin

Die Wiesbaden Phantoms spielen in der GFL-J am Sonntag, 30. Juli, ab 15 Uhr im Berliner Stade du Napoleon gegen Adler um den Einzug ins Halbfinale des Junior Bowl, das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Vizemeister trifft Vizemeister. Der Gastgeber in aktueller Variante auf den Vize 2019, als die Phantoms mit 37:35 im Halbfinale in Berlin siegreich waren.

Ihre Achterfahrt durch die GFL-J-Saison hat die U19 der Phantoms bis zum Ende der regulären Spielzeit nicht stoppen können. Dabei war eventuell schon das knappe 20:22 zum Saisonauftakt gegen den späteren Gruppensieger Bad-Homburg richtungsweisend. Dem 26:14-Auswärtssieg in Gießen folgte ein 0:6 in Stuttgart, bevor das Team von Head Coach Christian Freund seine Bilanz mit einem 41:12 im Saarland und dem 38:0 im „Camp“ gegen Gießen erstmals positiv gestaltete. Es folgte beim 0:20 in Fürstenfeldbruck das zweite Interconference-Spiel ohne eigene Punkte, die Phantoms gewannen aber erwartungsgemäß ein zweites Mal gegen das Saarland und schließlich auch 17:6 gegen Stuttgart. Die Hoffnung, noch einen Angriff auf Rang eins der Gruppe starten zu können, wurde beim 0:55 in Bad Homburg zerstört und beim 0:31 zuhause gegen Fürstenfeldbruck blieb Wiesbaden zum vierten Mal in nur einer Saison punktlos.

Das Minimalziel Play-offs erreichte die Wiesbadener U19 dennoch souverän im Vergleich mit den nur jeweils einmal siegreichen Gießen Golden Dragons und Saarland Hurricanes. Immerhin 10:10 Punkte und 183:172 Score-Zähler stehen für die Phantoms zubuche.

Viertelfinal-Gegner Berlin Adler zog unterdessen in Gruppe Nord einsame Kreise. In allen zehn Spielen siegreich kam das Team auf 563:115 Punkte. Offensiv bestes GFL-J-Team, ließen die Adler lediglich in vier Partien mehr als sieben Gegenpunkte zu und machte damit als Talentschmiede für das GFL-Team einmal mehr auf sich aufmerksam. Der letzte Titel des Teams, das aktuell von Head Coach Zach Cavanaugh geführt wird, liegt jedoch schon lange zurück: Die Berlin Adler gewannen 1989, 1990, 1994, 1997 und zuletzt 2009 die Deutsche Meisterschaft, standen jedoch 2022 im Junior Bowl. 2023 verwies man nun die Hamburg Huskies und Potsdam Royals, die jeweils auf 14:6 Tabellenpunkte kamen, deutlich auf die Plätze und dürfte daher als Gastgeber des nominell schwächsten Play-off-Teams klarer Favorit sein.

Schon am ersten Spieltag stellten die Berliner beim 57:33-Heimsieg gegen Hamburg die Weichen auf Gruppensieg, ließen ein 60:7 in Braunschweig, ein 70:7 zuhause gegen Lübeck und das 63:0 gegen Dresden sowie ein deutlich knapperes 34:17 in Potsdam folgen, bevor die „perfect season“ mit einer erfolgreichen zweiten Saisonhälfte erreicht wurde: In Hamburg riss der Adler die Huskies mit 46:0, auf heimischem Feld die Lions 65:6 und die Cougars auswärts 56:0. Etwas mehr Gegenpunkte gab es danach beim heimischen 68:22-Triumph über Potsdam und beim 44:23 in Dresden, der Gruppensieg gelang aber souverän.

Aber wie im DFB Pokal haben auch die Play-offs ihre eigenen Gesetze und vielleicht gelingt die Überraschung.

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