U19-Phantoms machen’s Berlin einfach

(C) Frank Closheim

Zu viele Fehler sorgen für Wiesbadener Viertelfinal-Aus

Die Sensation ist ausgeblieben. Die U19 der Wiesbaden Phantoms ist gegen die  Berlin Adler im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft ausgeschieden. Im Stade Napoleon hieß es am Ende gegen den Sieger der Gruppe Nord, der in der Vorrunde alle zehn Spiele gewonnen und dabei 563:115 Punkte erzielt hatte, 0:69. Sechs Fumbles und zwei Interception der Wiesbadener Offense hatten es den Hauptstädtern dabei einfach gemacht, zu punkten. Statistisch stand die Phantoms Offense zwar öfter auf dem Platz, konnte allerdings kein positives Ergebnis mitnehmen.

Berlin ging schnell in Führung. Zwar endete ihr erster Drive nach einem Tackle for Loss und einem erfolglosen vierten Versuch an der 5-Yard-Linie der Phantoms unter Head Coach Christian Freund, Wiesbadens Offense fumblete aber nochmals drei Yards näher an der Endzone und die Gastgeber kamen zu einem leichten 7:0.

Den Kick-off-Return brachten die Phantoms lediglich bis an die 20-Yard-Linie und mussten nach kurzer Zeit punten. Der Punt Return Touchdown für Berlin wurde wegen einer Strafe nicht gezählt, aus der Wiesbadener Hälfte heraus hatten die Adler aber keine Probleme, 33 Yards zum 13:0 zu überrücken – auch der PAT saß.
Die Wiesbadener Offense kam erneut nur kurz auf das Feld, Quarterback Aaron Buchbinder bediente dabei aber Tim Schneider über 14 Yards sehenswert. Nach dem Punt erreichten die Gastgeber die Endzone erneut, doch wieder wurde der Touchdown wegen einer Strafe nicht gezählt, sodass beim Stand von 14:0 erstmals die Seiten gewechselt wurden.

Im zweiten Quarter waren die Berliner weiterhin kaum zu stoppen. Spätestens im vierten Versuch erreichten die Favoriten ein neues First Down – so auch vor dem 21:0. Aber auch sie machten Fehler: Durch einen von Ben Kaminski eroberten Fumble erhielt Wiesbaden das Ei 15 Yards vor der Endzone, erreichte sie aber nicht und auch der Field-Goal-Versuch wurde geblockt. Im Gegenzug sorgte Adler mit einem 70 Yards langen Lauf für das 27:0, bevor der PAT verwandelt wurde. Kurz vor der eigenen Endzone fumbleten die Gäste ein drittes Mal und am Boden erlief der starke Adler Running Back weitere Punkte. Drei Minuten später packten die Berliner noch das 41:0 vor der Pause darauf. Die Phantoms glänzten noch durch einen langen Return von Nils Meyersen, eine gute Passabwehr von Ramon Moreno sowie Lino Webers Tackle for Loss und einen 15-Yard-Catch von Anton Göbel, eine Interception beendete aber die Hoffnung auf erste Punkte vor der Halbzeit.


Zwar starteten die Phantoms das dritte Quarter, allerdings erhielt Berlin an der 50-Yard-Linie erstmals den Ball, passte über die Hälfte des Spielfeldes und führte direkt mit 48:0. Die Phantoms-Offense hatte keine Antwort parat, die Berliner erhöhten ihrerseits per Quarterback Sneak und PAT auf 55:0. Höhepunkt des Quarters auf Seiten der Phantoms war ein guter Return von Schneider.

Weber sorgte im Abschlussviertel für einen Fumble, der später nichts einbringen sollte, während die Adler das nächste Turnover per Touchdown zum 61:0 erfolgreich gestaltete. Dem 62:0 durch den nächsten Zusatzpunkt folgte ein weiterer Fumble der Wiesbadener und wieder konnten die Gäste den Return Touchdown nicht verhindern. Der PAT zum 69:0 stellte auch den Schlusspunkt dar. Während für die U19 der Phantoms die GFL Juniors Saison damit zu Ende gegangen ist, steht für Berlin das Halbfinale gegen die Schwäbisch-Hall Unicorns an. Im zweiten Vergleich um den Einzug in den Junior Bowl treffen die Düsseldorf Panther und die Hamburg Huskies aufeinander.

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